Vorbereitung zur Fährtenausbildung bzw. zur Hundeausbildung.

 

„Sage es mir und ich werde es vergessen;

Zeige es mir und ich werde mich daran erinnern;

Beteilige mich und ich werde es verstehen.“

 

Zitat von Lao Tse

1.    Jede erfolgreiche praktische Tätigkeit setzt ein gewisses Maß an theoretischem Wissen und klarer gedanklicher Vorstellung voraus.

 

Beispiel: IPO I Fährte ( Schrittzahl, Gegenstände, Form, Liegezeit         usw. )

Das heißt für mich um eine zielführende Hundeausbildung durchführen zu können, muss man einige wichtige Grundlagen kennen.

Bemerkung:

Voraussetzung für ein vertrauensvoll zusammenarbeitendes Mensch-Hund-Team ist unter anderem das Fachwissen des Menschen über seinen Partner den Hund. Der Hund hat nicht die Möglichkeit, Seminare über das „Sozial- und Lernverhalten des Menschen" zu besuchen und Bücher über „artspezifische Verhaltensweisen des Homo sapiens" zu lesen.

2.    Wir wollen unseren jungen Hund auf eine für ihn verständliche und leicht erlernbare Art dass Fährten beibringen.

Da jeder Hund einen anderen Charakter besitzt können Erfahrungen die man als Hundeführer mit seinen ersten oder weiteren Hunden gemacht hat nicht als Grundrezept verstanden werden.

Das heißt für mich ich kann meinen zweiten Hund nicht genauso ausbilden wie meinen ersten Hund.

Man kann noch so viele Hunde ausgebildet haben, dadurch hat man ein breit angelegtes Wissen. Aber die Feinabstimmung muss

bei jeden neuen Hund wieder erarbeitet werden.

 

3. Jeder Hundeführer muss um seinen Hund gut bzw. zielführend auszubilden aus den verschiedensten Möglichkeiten der Ausbildungsmethoden die für seinen Hund entsprechende Methode wählen er muss seinen Hund kennen um zu wissen, was dieser am besten verarbeitet und auf welche Weise der Hund am leichtesten bzw. effizientesten lernt.

Wir sprechen hier davon, dass der Hundeführer lernen muss seinen Hund bei der Arbeit zu lesen um richtig handeln zu können.

Beispiel: Kein Sichtgelände Hund kommt von der Fährte ab und wird vom HF gelobt.

4. Eine für mich wichtige Voraussetzung bei der Arbeit mit dem Hund ist, dass Hund und Hundeführer ein Team bilden - denn nur so kann man zu einem vorgegebenen Ziel kommen.

Die Lernart des Hundes:

5. Unser Hund lernt immer und nicht nur dann, wenn wir es von ihm erwarten.

Ein Leben lang/24 Std. am Tag. Darum lernt er auch Verhaltensweisen die unerwünscht sind. Durch unüberlegtes und unbewusstes Handeln sind wir dafür mitverantwortlich.

Beispiel: Beim Spazierengehen Stöckchen auf Landwirtschaftliches Gelände werfen. Unser Hund versucht über Stöbern das Stöckchen zu finden. Auf einer Fährtenprüfung hat er Probleme am spitzen Winkel und verfällt ins Stöbern. Abbruch durchgefallen HF Fehler.

Wir hören es immer wieder:


6. Konsequenz ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Hundeausbildung

 

Damit ist gemeint, dass Gebote und Verbote nicht nach Stimmungssituationen verändert werden dürfen.

 

Wenn bei uns Menschen diese Spielregeln immer wieder verändert werden, mag es uns oftmals plausibel erscheinen, ein Hund allerdings kann das nicht verstehen.

 

Bei Hunden heißt Konsequenz, ihn artgerecht (Wolf) und nach seinem Lernvermögen auszubilden. (Klares Schwarz/Weiß) Klare Bilder.

 

(JA – Nein) sollte das absolute Muss in der Ausbildung darstellen. Ein Graudenken, wie bei uns Menschen ist absolut zu vermeiden.

 

7. Zur Inkonsequenz neigen wir oft dann, wenn wir im Grunde genommen nicht wirklich hinter den Forderungen stehen, die wir dem Hund gegenüber durchsetzen wollen.

 

Beispiel: Ein Hund zeigt keine Ambitionen zum Suchen eine Möglichkeit der Hund muss mehr Hungern

 

8. Die einfachste Art für den Hund etwas zu lernen ist „ Lernen durch Gewöhnung „.

 

Bevor wir uns eine Aufgabe vornehmen, müssen wir daran denken, dass die Belohnungen, die wir verwenden wollen, zu dem Motivationsbereich unseres Hundes gehören muss.

 

Ball, Futter, Lob, Beißwurst usw.

 

Man kann die Fährtenarbeit nicht aus Büchern lernen, es ist also erforderlich vorwiegend aus der Praxis zu lernen bzw. aus den gemachten Fehlern.

 

Wichtig ist auch ein gegenseitiger Erfahrungsaustausch, weil dadurch immer wieder neue Varianten auftauchen, die für die weitere Ausbildung nützlich sein können.

 

Der theoretische Bereich ist jedoch notwendig um die Zusammenhänge und Lernprinzipien zu verstehen.

 

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